Aktuelles

Aktuelles

Bei Kaiserwetter durch Wald, Wiesen und Weinberge

VeranstaltungPosted by Evelin 22 May, 2019 11:55

Die letzte Tour des Integrationsprojekts „Wanderglück“, bei dem Einheimische und Geflüchtete ungezwungen Kontakt knüpfen und sich besser kennenlernen können, führte an Karfreitag von der Burg Hohenbeilstein über den Annasee zum Grillplatz Wartkopf. Wieder war es eine bunt zusammengewürfelte Gruppe verschiedener Nationalitäten und Altersstufen: die Jüngste war 9, der Älteste 64 Jahre alt. Initiatorin Myriam Kopp freute sich über viele neue Gesichter.



Vor dem Start sorgten Kennenlernspiele wie „Namensball“ für gute Laune und unterwegs hieß es blind einen Baum zu fühlen und später wiederzufinden. Auf dem Weg durch Wald, Wiesen und Weinberge kam man zwanglos ins Gespräch und hatte sichtlich Spaß miteinander. Zum Abschluss wurden Würstchen, Grillkäse und Fleisch gebrutzelt und in fröhlicher Runde verspeist. Und weil bald Ostern war, hatte doch tatsächlich der Osterhase etwas versteckt: für jeden ein Paracord Survival Armband, gespendet von der Firma STEINBOCK7.


Die nächste Wanderung steht schon fest: Am 23. Juni wird der Steinheimer Heimatpfleger Hans Dietl von Steinheim nach Kleinbottwar führen. Unter anderem werden Kirchen, Weinkeller und Ausgrabungsstätten von Funden aus der Steinzeit besichtigt. Wer Lust hat mitzukommen, ist herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich per E-Mail an: myriam.steng@gmx.de, und vergessen Sie Grillsachen und Getränk nicht, denn natürlich wird am Schluss wie immer gegrillt. Weitere Infos unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/



Autorin: Angelika Lenz

  • Comments(0)//blog.freundeskreisasylsteinheim.de/#post58

Fackeln weisen den Weg zur Sternwarte in Welzheim

VeranstaltungPosted by Evelin 18 Mar, 2019 21:14
Wanderungen hat die bunte Wanderglück-Gruppe um Initiatorin Myriam Kopp schon einige gemacht – aber noch keine bei Nacht. Am Abend des 1. März fand sich eine Gruppe von 25 Geflüchteten aus Syrien, Eritrea und Afghanistan und Einheimischen aus Steinheim am Parkplatz in Welzheim ein, um dem widrigen Regenwetter zum Trotz mit Fackeln über den Planetenweg zur Sternwarte nach Welzheim zu wandern.

"Vor dieser Wanderung im Dunkeln war ich schon etwas aufgeregt“, gesteht Myriam Kopp. „Einige Teilnehmer waren zum ersten Mal dabei und ich kannte sie nicht, und manche Geflüchtete fürchten die Dunkelheit. Außerdem hatte ich Sorge, ich könnte jemanden verlieren oder es würde sich jemand am Feuer oder auf dem rutschigen Weg verletzen.“ Doch als sich die Gruppe mit ihren Fackeln wie ein riesiger Feuerwurm in Marsch setzte, fielen diese Ängste ab und jeder genoss die bezaubernde Stimmung. Die Fackeln knisterten und zischten und tauchten den Wald in ein warmes oranges Licht.

Obwohl man unterwegs einmal vom Weg abkam und ein Stück zurücklaufen musste, erreichte die Gruppe kurz vor 20 Uhr die Sternwarte, wo sie von zwei Führern begrüßt wurde. Leider konnte man mit den riesigen Teleskopen gar nichts sehen, da der Himmel komplett bewölkt war. Eine Filmvorführung, die in weit entfernte Galaxien und Supernovas entführte, und faszinierende Fotos von Orion-Nebel, Andromeda-Galaxie und Abertausenden von Sternen entschädigten dafür und versetzten alle in ehrfürchtiges Staunen. Außerdem verkündeten die Führer, dass die Gruppe noch einmal bei klarem Himmel kommen darf.

Auf dem Rückweg pfiff der Gruppe der kalte Wind um die Ohren, sodass man am Parkplatz die Fackelstümpfe zusammenwarf und sich am Feuer wärmte. Ein Syrer stimmte ein Lied aus seiner Heimat an, in das die anderen so gut es ging einfielen. Ein ganz besonderer Abend ging zu Ende, der nicht nur alle verzaubert, sondern Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen wieder ein Stück näher zusammengebracht hat.

Weitere Mitwanderer sind jederzeit herzlich willkommen. Infos unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/
Der nächste Termin steht bereits fest: Freitag 19.4.2019!

Autor: Angelika Lenz






  • Comments(0)//blog.freundeskreisasylsteinheim.de/#post57

Vom Gipfelglück zum Wanderglück

VeranstaltungPosted by Evelin 08 Jan, 2019 11:05
Viele Interessierte waren am 7. Dezember unserer Einladung gefolgt, um mehr über das Integrationsprojekt „Gipfelglück“ zu erfahren, bei dem 18 junge Frauen und Männer – Steinheimer und Geflüchtete – im August eine dreitägige Bergtour in den Allgäuer Alpen machten. Gebannt lauschte man bei einem „Hüttenschmaus“ dem durch Fotos und Videos untermalten Vortrag von Initiatorin Myriam Kopp.


Vor einem Jahr hat sie das Projekt gestartet, das nach dem Motto „Wandern verbindet“ Geflüchtete und Einheimische zusammenbringen möchte: „Ich wollte einen Raum für gute Gespräche, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Spaß schaffen. Ein Raum, wo man sich kennen- und schätzen lernen kann. Was ist dafür besser geeignet als die Natur?“ Vor und nach der Bergtour fanden fünf weitere Wanderungen in heimischen Wäldern statt.

Auch einige Teilnehmer erzählten, wie sie die Bergtour und die Gemeinschaft erlebt hatten. Ein junger Steinheimer war anfangs eher skeptisch. „Doch als ich mich aus meiner Komfortzone rauswagte, war ich total überrascht, was das für eine tolle und liebe Gruppe ist.“ Ein syrischer Mann wollte eigentlich gar nicht wandern, weil ihn das an die Flucht erinnerte, „aber die Gruppe hat mir sehr gutgetan und ich hatte viel Spaß in den Bergen.“ Eine junge Frau hatte große Angst vor manchen Stellen am Berg: „Die Gruppe hat mir geholfen und mich motiviert.“

Bürgermeister Winterhalter war sichtlich beeindruckt vom Spirit der Gruppe und bedankte sich bei Myriam Kopp für ihren Einsatz.


Auch 2019 wird es Gipfelglück- bzw. Wanderglück-Momente geben, weitere Wanderungen in der Umgebung sind geplant. So meldeten sich direkt beim Infoabend neue Mitwanderer für die nächste Wanderung am 13.1.2019 an. Myriam Kopp verriet, dass es im nächsten Jahr wieder ein Highlight geben soll. „Eine weitere Bergtour wird ohne Fördermittel leider zu teuer sein, aber vielleicht ergibt sich ja etwas und das Projekt wird unterstützt.“ Bereits in Planung ist ein Wochenende auf einer kleinen Selbstversorgerhütte auf der Schwäbischen Alb. Hier sind die Kosten geringer und die Spenden vom Vortragsabend können einen Teil davon decken.

Wer jetzt ebenfalls „aus seiner Komfortzone“ raus und sich bei der ein oder andern Wanderung auf neue Begegnungen einlassen möchte, kann sich bei Myriam Kopp melden (Myriam.streng@gmx.de).
Weitere Infos auch auf www.puls-der-freiheit.de und www.FreundeskreisAsylSteinheim.de



Autorin: Angelika Lenz



  • Comments(0)//blog.freundeskreisasylsteinheim.de/#post56

„Gipfelglück“ – wir waren dabei!

TerminankündigungPosted by Evelin 27 Nov, 2018 10:45
Im August waren 18 junge Steinheimer und Geflüchtete auf einer dreitägigen Bergtour in den Allgäuer Alpen. Jetzt berichten Teilnehmer bei einem Infoabend von ihren Erlebnissen und zeigen in Bildern und Videos, wie sie zu einer verschworenen Gemeinschaft wurden.

Freitag, 7. Dezember, ab 18 Uhr
im großen Bürgersaal, Kleinbottwarer Str. 17, Steinheim

Kommen Sie und lassen Sie sich begeistern von diesem tollen Integrationsprojekt, das auf dem Großen Krottenkopf noch lange nicht zu Ende war! Denn die Wandergruppe trifft sich weiter zu Wanderungen in heimischen Wäldern und freut sich über neue „Mitläufer“. Vielleicht möchten auch Sie hin und wieder mitwandern – auch dazu beantworten Initiatorin Myriam Kopp und die anderen Wanderer gerne Ihre Fragen. Außerdem erwartet Sie ein kleiner „Hüttenschmaus“.

Wir freuen uns auf Sie!



Autorin: Angelika Lenz




  • Comments(0)//blog.freundeskreisasylsteinheim.de/#post55

„Gipfelglück“ auf dem Jux

VeranstaltungPosted by Evelin 19 Nov, 2018 12:49
Aus der aus mehreren Nationen bestehenden Wandergruppe, die im August die dreitägige „Gipfelglück“-Bergtour in den Allgäuer Alpen bewältigte, ist eine offene Wandergruppe geworden, die sich regelmäßig zu Wanderungen trifft und der sich gerne mehr Wanderer anschließen dürfen.


Am 21. Oktober ging es bei traumhaftem Herbstwetter auf den Juxkopf im Schwäbischen Wald. Die Freude war groß, einen Teil der Mitstreiter vom Sommer wiederzusehen, obwohl natürlich nicht alle dabei sein konnten. Einige berichteten, dass sie sich auch privat nach der Bergtour getroffen hatten – sehr zur Freude von Organisatorin Myriam Kopp, denn das Projekt Gipfelglück hatte ja zum Ziel, dass sich Freundschaften unter Einheimischen und Geflüchteten entwickeln. Alle erzählten, dass sie von sehr vielen Steinheimern auf die Bergtour angesprochen wurden, weil sie ihre Gesichter in der Zeitung gesehen hatten und sie wiedererkannten.

Für alle, die gern mehr über das spannende Projekt erfahren möchten, findet am 7.12. um 18 Uhr eine Veranstaltung im großen Bürgersaal statt. Die „Gipfelglück“-Bergtour wird von den Teilnehmern vorgestellt und ein Video über das Erlebte gezeigt. Also Termin schon mal im Kalender vormerken, es wird mit Sicherheit interessant!

Die vom Autor geschenkten Bücher „Mikroabenteuer“ geben Tipps für Outdoor-Erlebnisse vor der Haustür.


Autorin: Angelika Lenz




  • Comments(0)//blog.freundeskreisasylsteinheim.de/#post54

Einladung zum gemütlichen Kennenlern-Café

TerminankündigungPosted by Evelin 19 Nov, 2018 11:22

Gemütliches Kennenlern-Café in der ehem. Minigolfanlage am 23.11.2018

Am Freitag, den 23.11. laden wir von 15 bis 17 Uhr in das Gebäude der ehemaligen Minigolfanlage ein. Alle Bewohner der Unterkunft Maybachstraße, Nachbarn und Interessierten sind herzlich willkommen, bei Kaffee und leckerem Kuchen gemütlich beisammenzusitzen und sich kennenzulernen. Wir freuen uns auf Sie!



  • Comments(0)//blog.freundeskreisasylsteinheim.de/#post53

Ein voller Erfolg auf 2656 Meter Höhe: das Integrationsprojekt Gipfelglück

VeranstaltungPosted by Evelin 11 Sep, 2018 21:59
Mit vollgepackten Rucksäcken brach am 17. August eine bunte Gruppe aus 18 jungen Steinheimern und Geflüchteten aus Irak, Afghanistan und Syrien zu ihrer Bergtour in die Allgäuer Alpen auf. – Auf der Rückfahrt zwei Tage später hatten sie noch unendlich viel mehr im Gepäck: Berge voller positiver Erinnerungen und Erfahrungen, Mut und Zuversicht, Motivation, Vertrauen und neue Freundschaften.

Vor dem Aufstieg zur ersten Station, der Kemptner Hütte, klärte Myriam Kopp, die Initiatorin des Projekts, über Verhaltensregeln und Sicherheitsgefahren in den Bergen auf. Dann nahm man voller Euphorie die 850 Höhenmeter in Angriff – für unerfahrene Bergwanderer alles andere als ein Spaziergang. Beim Abendessen in der Hütte waren die Strapazen rasch vergessen. Doch die Speisekarte gab Rätsel auf: Was bitte sind Schlutzkrapfen und Leberkäs?



Bereits um 6 Uhr am nächsten Tag stand eine fröhliche Gruppe in ihren Wanderstiefeln bereit für die Besteigung des Großen Krottenkopfs, des höchsten Bergs der Allgäuer Alpen. Ausgesetzte Stellen, viel Geröll und Kletterei – für Ungeübte ein hartes Stück Arbeit. Würden es alle schaffen? Obwohl es gleich steil bergauf Richtung Mädelejoch ging, waren alle bester Laune, es wurde viel gelacht und eine Gruppe Gämsen sorgte für Begeisterung.

Der steile, geröllige Anstieg zur Krottenkopfscharte erfordert körperliche Fitness, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, weshalb drei Teilnehmer mit einem Betreuer zur Kemptner Hütte zurückgingen. Die übrige Gruppe kletterte auf Händen und Füßen an Eisenbügeln weiter aufwärts, immer ein stärkerer mit einem schwächeren Teilnehmer, um sich gegenseitig zu helfen – ganz egal, ob Mann oder Frau, Steinheimer oder Geflüchteter. Die Aussicht von der Scharte war überwältigend. Doch beim Blick hinauf zum Großen Krottenkopf kamen dem ein oder anderen Gipfelstürmer dann doch Bedenken: „Gehen wir da wirklich hoch? Man sieht ja überhaupt keinen Weg!“ Konzentriert kletterte man weiter, hangelte sich einen schmalen Grat entlang – und stand schließlich auf dem Gipfel in 2656 Meter Höhe.



Es war ein erhabener Augenblick – pures Gipfelglück. Ehrfürchtig trugen sich die Teilnehmer ins Gipfelbuch ein und legten den mitgebrachten Gipfelglück-Stein am Kreuz ab. Der Abstieg war mindestens so beschwerlich wie der Aufstieg. Myriam Kopp: „Keiner rutschte aus, keiner fiel hin, keiner bekam einen Stein ab und mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich hatte stellenweise schon Angst und war ziemlich angespannt. Schließlich hatte ich für die Gruppe Verantwortung.“



Am nächsten Morgen marschierte man von der Hütte zurück zum Bahnhof Oberstdorf. Ein Teilnehmer trug kurz entschlossen zwei Rucksäcke, weil eine junge Frau sich eine Oberschenkelzerrung zugezogen und starke Schmerzen hatte. „So viel Fürsorge und ein so tolles Miteinander habe ich selten gesehen. Die besonders Ängstlichen liefen weite Strecken Hand in Hand. Jeder achtete auf den anderen, an jeder schwierigen Stelle half man einander“, so Myriam Kopp.


Für die Multikulti-Wandertruppe ging eine Tour zu Ende, auf der sich alle blendend verstanden und jede Menge Spaß miteinander hatten. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viel gelacht“ und „Wir sind alle wie eine große Familie“, so die Resümees zweier Teilnehmer.

Die Kosten des Projekts, wie Fahrtkosten, Verpflegung und Übernachtung, wurden durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft getragen. Eine Investition, die sich ausgezahlt hat – für Integration und mehr Verständnis zwischen Einheimischen und Geflüchteten.

Weitere Infos zur Tour auf www.puls-der-freiheit.de

Autorin: Angelika Lenz



















  • Comments(0)//blog.freundeskreisasylsteinheim.de/#post52
Next »